In einer Investmentbank gibt es grundsätzlich vier Karrierestufen: Analyst, Associate, Vice President sowie Managing Director.
Die nachfolgende Tabelle fasst die vier Karrierestufen zusammen:
| Titel | Analyst | Associate | Vice President (VP) | Managing Director (MD) | | Dauer | 3 Jahre | 3-4 Jahre | > 3 Jahre | | | Voraussetzung | Hochschulabschluss (BSc, MSc, Diplom oder MBA einer Business School, die keine Target School der Investmentbank ist) | Promotion oder MBA an einer Target School der Bank (dies wird akribisch eingehalten - es berechtigt also nicht jeder MBA zu einem Einstieg als Associate!) | signifikante Berufserfahrung; oft erfolgt nach der Karrierestufe als AP ein Aufstieg zum sog. Director, der eine Vorstufe zum Managing Director (MD) darstellt | Wenn ein VP einer Investmentbank nicht zum MD ernannt wird, beobachtet man häufig Wechsel zu anderen Banken als (Managing) Director |
|
Die Verantwortungsbereiche variieren von Karrierestufe zu Karrierestufe. Generell kann man sagen, dass der Analyst die meiste fachbezogene Arbeit verrichtet, wohingegen ein Associate die Analysts betreut. Ein Vice President fungiert hier als übergeordneter „Projektmanager“; bei den meisten Investmentbanken kann die Intensität des Kundenkontakts je nach Karrierestufe variieren. Zu guter Letzt: der MD. Er managt nicht nur die nationalen Teams (ein VP kann z. B. der Kopf eines nationalen Teams sein), sondern oft ganze (Sub-)Abteilungen.
Eine Position im Investmentbanking verlangt sehr viel Engagement vom Bewerber. Daher ist das Investmentbanking für viele Analysten – wie oft auch die Unternehmensberatung – eine zeitlich begrenzte Karrierestufe. Schließlich sind die Exit-Möglichkeiten mannigfaltig und sollen dem Leser dieses Buchs nicht vorenthalten bleiben. Eine Analyse des Profils eines Investmentbankers offenbart, wo er nach seiner Karriere in der Investmentbank einsetzbar ist. Investmentbanker können:
- Unternehmen bewerten
- Unternehmen analysieren
- mit Zahlen umgehen
- Produkte – egal, welcher Natur – verkaufen.
Dies führt zu folgenden Exit-Möglichkeiten:
- Private Equity: Hier sind vor allem die Modelling-Fähigkeiten sowie die Befähigung zur Unternehmensbewertung gefragt, um die Attraktivität von Investments abzuschätzen. Ein Einstieg erfolgt hier zumeist auf der Ebene eines „Associate“ oder „Investment Manager“.
- M&A-Abteilungen von Großunternehmen: Vor allem DAX30-Unternehmen halten viele Beteiligungen, deren Management notwendig ist. Auch die Suche nach neuen Kaufzielen ist ein großer Aufgabenbereich, der von ehemaligen Investmentbankern übernommen wird. Oft erhält man hier die Möglichkeit – je nach Erfahrung – selbst in Verhandlungen mit Verkäufern zu interagie-ren.
- Finanzen: Dr. Achleitner, heute CFO der Allianz, war einmal Investmentbanker, und er ist nicht das einzige Beispiel dafür, dass eine Karriere im Investmentbanking zu generalistischen Führungsaufgaben im Finanzbereich qualifiziert. Beteiligungscontrolling, Konzernstrategie-Abteilungen (M&A ist schließlich ein Strategiethema!) sowie kaufmännische Vorstandspositionen sind nach einer Karriere im Investmentbanking definitiv in Reichweite.
Weiter zu:
Nach oben